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https://www.morgabriel.org/
Güngören, Güngören Köyü Yolu no 1a, 47500 Midyat/Mardin, Türkiye
https://www.morgabriel.org/
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Das syrisch-orthodoxe Kloster Mor Gabriel (syrisch-aramäisch ܕܝܪܐ ܕܡܪܝ ܓܒܪܐܝܠ, auch Kloster Mar Gabriel oder Kloster Qart(a)min, türkisch Deyrulumur Manastırı) ist eines der ältesten christlichen Klöster der Welt. Es liegt im Tur Abdin in der Südosttürkei und ist bis heute eines der bedeutendsten Klöster der Syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien und Sitz des Metropoliten des Tur Abdin Mor Timotheos Samuel Aktaş. Das Kloster liegt ca. 20 km südöstlich der Stadt Midyat in der kargen Berglandschaft des Tur Abdin (übersetzt „Berg der Knechte“, gemeint sind die Knechte Gottes). Es liegt auf dem Gebiet der türkischen Provinz Mardin im Landkreis Midyat. Im 7. Jahrhundert bekam das Kloster seinen noch heute üblichen Namen nach Bischof Mor Gabriel (Mor: Heiliger), der von 634 bis 668 dort residierte. Die syrisch-aramäische Bezeichnung in lateinischer Umschrift ist Dayro d-mor Gabriel[1] oder Dayro d-'umro d-mor Gabriel[2] (deutsch Kloster des Heiligen Gabriel oder Kloster der Abtei des Heiligen Gabriel). Das Kloster wird auch als Kloster von Qartmin bezeichnet. Qartmin (türkisch Yayvantepe) ist der Name des benachbarten, heute muslimischen Dorfes. Die Ursprünge des Klosters liegen in der Spätantike. Gegründet wurde es im Jahre 397 von Shmuel (Samuel) und seinem Schüler Samun (Simon). Seine Bedeutung wuchs schnell, und im 6. Jahrhundert lebten hier bereits bis zu 1000 sowohl einheimische als auch koptische Mönche. Zwischen 615 und 1049 befand sich hier der Bischofssitz des Tur Abdin. Einem der Bischöfe, Mor Gabriel aus Beth Qustan (im Amt von 634 bis †667/8), verdankt das Kloster seinen Namen. Im 7. Jahrhundert wurde es nach ihm benannt. Das Kloster war ein wichtiges Zentrum für die syrischen Christen des Tur Abdin. Es unterhielt eine sehr bedeutende Bibliothek, von der heute jedoch fast nichts mehr erhalten ist (einige Manuskripte werden unter anderem in der British Library verwahrt); die Klosterschule spielte eine wichtige Rolle für die theologische Ausbildung in der Region und in der gesamten syrischen Kirche. Sie bildete auch viele hochrangige Kleriker und Gelehrte aus, unter anderem vier Patriarchen, einen Katholikos und 84 Bischöfe. Weithin bekannt wurde Mor Philoxenos von Mabug († 523), ein prominenter Gegner des Chalkedonismus. Ein Zitat von ihm beschreibt die damalige Bedeutung des Klosters: Wer siebenmal mit Ehre und Furcht das Kloster besucht, das vom Engel gegründet wurde, erwirbt dasselbe Verdienst, als ob er Jerusalem besuchen würde.
Güngören, Güngören Köyü Yolu no 1a, 47500 Midyat/Mardin, Türkiye
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